

Hamburg, im Oktober – Immer mehr Jugendliche in Deutschland leben auf Pump. Bereits jeder zehnte Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren in Deutschland gibt im Monat mehr für Handy, Klamotten und Fastfood aus, als er zur Verfügung hat. Vielen Jugendlichen fehlt das Verhältnis zum Geld. So lauten die Ergebnisse der aktuellen Jugendstudie „Finanzkraft der 13 bis 17-jährigen Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland (2005)“ des Instituts für Jugendforschung (IJF). „Die Besorgnis erregenden Zahlen der Studie belegen die Wichtigkeit, das Thema Geld und Nutzung von Finanzdienstleistungen frühzeitig in den Schulunterricht zu integrieren“, so Projektleiterin Anne Schelhowe vom institut für finanzdienstleistungen e.V.. Das Schulprojekt „SchülerBanking“ führt Schüler spielerisch an den Umgang mit Geld heran und vermittelt den selbstbewussten Umgang mit Finanzen und Finanzdienstleistungen.
Mit einer Rekordbeteiligung von rund 90 Klassen und ca. 2.400 Schülern aus über 55 Schulen der Metropolregion Hamburg ist „SchülerBanking“ im Oktober in das nächste Schulhalbjahr gestartet. „Wir konnten die Teilnehmerzahlen gegenüber dem Projektstart im März 2006 um 50 Prozent steigern“, freut sich Anne Schelhowe. „Der große Zuspruch zeigt, dass wir mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg sind.“
SchülerBanking richtet sich an Schüler der 8. bis 10. Klassen aller Schulformen in der Metropolregion Hamburg. Anhand von Rollenspielen werden die Schüler mit realitätsnahen Lebenssituationen konfrontiert. So müssen die jungen „Finanzexperten“ im Rollenspiel für die vier fiktiven Protagonisten Kati, Felix, Tim und Hanna Finanzprobleme aus den Themengebieten Girokonto, Kreditaufnahme oder finanzielle Krise lösen.
Dabei hat sich das Beratungsgespräch in den Filialen der Haspa als elementarer Bestandteil des Unterrichtskonzepts in der Praxis bewährt. „Die Analyse des ersten Projekthalbjahres 2006 hat gezeigt, dass den teilnehmenden Schülern insbesondere das Gespräch mit den Haspa-Beratern gut gefallen hat“, so Stefanie Töppel von der Haspa. „Die Schüler fühlten sich von den Beratern ernst genommen und freundlich beraten. Den Jugendlichen wurden frühzeitig die Berührungsängste genommen, so dass manchmal am Rande der Gespräche sogar Platz für persönliche FinanzSorgen der Schüler blieb.“
SchülerBanking ist ein Gemeinschaftsprojekt des instituts für finanzdienstleistungen e.V., der Behörde für Bildung und Sport unter Beteiligung des Zentrums Schule und Wirtschaft und der Hamburger Sparkasse. Nähere Informationen zu SchülerBanking sowie zur Anmeldung für den nächsten Projektstart im Frühjahr 2007 erhalten interessierte Lehrer auf dieser Webseite oder telefonisch unter 040 – 30 96 91 25.