

Geld durchdringt all unsere Lebensbereiche. Mit Geld bezahlen wir nicht mehr nur das Brot, sondern auch das Gespräch über das Handy, die Kinderbetreuung, das Studium, unser Vergnügen und unser Wissen. Weil der geldvermittelte Konsum in einer globalisierten Welt so viel mehr Auswahl und Möglichkeiten schafft als der Zugriff auf lediglich das, was wir selber produziert haben, ist Geld heute der Schlüssel zur Teilhabe an unserer Gesellschaft.
Der Verbraucher muss verstehen, dass Zeit Geld kostet und damit die reine Angabe einer Monatsrate beim Händler eine Irreführung darstellt, dass langfristige Liquiditätsplanung notwendig, aber angesichts der unwägbaren Einkommensrisiken äußerst schwierig geworden ist, dass Risikoabdeckung eben kein Sparen ist und dass auch der Einzelne wie jeder Unternehmer seine Kreditwürdigkeit pflegen muss.
Er oder sie müssen zudem lernen, dass in dem System von zwei Seiten aus gedacht wird: Von dem Verdienst der Anbieter und vom Nutzen der Nachfrager her.
Den Hintergrund für SchülerBanking bilden die Zunahme privater Überschuldung, die Verlagerung von Vorsorge in den privaten Bereich, die zunehmende Komplexität von Finanzdienstleistungen und die steigende Zahl der Verbraucherinsolvenzen.
Angesichts dieser Entwicklungen wird von privaten Haushalten immer mehr Finanzkompetenz erwartet. Viele Verbraucher haben jedoch Schwierigkeiten, sich auf dem Finanzdienstleistungsmarkt zurechtzufinden. Auch Jugendliche sind oft nicht in der Lage, Finanzdienstleistungen „sinnvoll” zu nutzen. Das liegt zum einen daran, dass nicht jede Finanzdienstleistung für jeden und in jedem Fall „vernünftig“ ist, zum anderen daran, dass sie falsch ausgewählt oder genutzt wird.
Genau hier setzt das Projekt SchülerBanking an. SchülerBanking vermittelt jungen Menschen auf spielerische Weise Finanzkompetenz und hilft so frühzeitig, die Weichen für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen und Finanzdienstleistungen zu stellen.